Mehrfachanrechnung

Der Arbeitgeber darf unter gewissen Umständen bei der Veranlagung zur Ausgleichsabgabe einen Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung auf zwei oder drei Pflichtarbeitsplätze anrechnen.

Besondere Schwierigkeiten bei der Erlangung oder Erhaltung eines Arbeitsplatzes können im Einzelfall dadurch ausgeglichen werden, dass der Arbeitgeber bei der Veranlagung zur Ausgleichsabgabe einen Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung auf zwei oder drei Pflichtarbeitsplätze anrechnen darf (§ 159 SGB IX). Dies gilt insbesondere für die in § 155 Absatz 1 SGB IX genannten Menschen mit Schwerbehinderung.

Zuständig für die Entscheidung über eine Mehrfachanrechnung ist die Agentur für Arbeit. Die Antragstellung erfolgt durch den Arbeitgeber.


Auszubildende mit Schwerbehinderung werden auf zwei Pflichtarbeitsplätze angerechnet (§ 159 Absatz 2 SGB IX).



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Stand: 30.9.2022

 

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