Leistungsanbieter, andere

Anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung bieten bestimmte Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben. Andere Leistungsanbieter erbringen vergleichbare Leistungen wie die Werkstätten, unterliegen aber geringeren gesetzlichen Anforderungen.

Bestimmte Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben werden nach § 56 SGB IX in anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) erbracht.

Daneben können diese Leistungen auch durch andere Leistungsanbieter im Sinne von § 60 SGB IX erbracht werden. Damit wird, ebenso wie durch das Budget für Arbeit, das Ziel verfolgt, Menschen mit Behinderung eine dauerhafte Alternative zu einer Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung anzubieten. Es handelt sich um eine Leistung der Eingliederungshilfe.

Gesetzliche Anforderungen

Andere Leistungsanbieter haben vergleichbare Leistungen wie die Werkstätten für Menschen mit Behinderung anzubieten, unterliegen aber geringeren gesetzlichen Anforderungen.

So bedürfen diese Anbieter zum Beispiel keiner förmlichen Anerkennung und müssen nicht über eine Mindestplatzzahl sowie die für Werkstätten vorgeschriebene Ausstattung verfügen. Andere Leistungsanbieter sind berechtigt, aber nicht verpflichtet, alle Leistungen einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung vollständig zu erbringen und es besteht keine Aufnahmepflicht. Andere Leistungsträger können zum Beispiel Träger tagesstrukturierender Maßnahmen, Initiativen mit einer sozialräumlichen Ausrichtung oder auch Arbeitsmarktdienstleister sein.

Stand: 30.9.2022

 

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