Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht soll den Arbeitnehmer schützen und regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie gegenüber dem Staat. Es gibt kein einheitliches Gesetzbuch: Arbeitsrechtliche Vorschriften sind nach Themen in unterschiedlichen Rechtsgebieten verortet.

Das Arbeitsrecht gehört zum überwiegenden Teil dem privaten Recht an, soweit es die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regelt. Es ist aber auch Teil des öffentlichen Rechts, wenn das Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum Staat und zu öffentlich-rechtlichen Körperschaften berührt wird. Auch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und das Tarifvertragsrecht sind dem Arbeitsrecht zuzuordnen. Das Arbeitsrecht soll den Arbeitnehmer schützen und zugleich einen gerechten Ausgleich der Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer herbeiführen. Es gibt im Arbeitsrecht kein einheitliches Gesetzbuch. Vielmehr setzt sich das Arbeitsrecht aus einer Vielzahl an einzelnen Gesetzen zusammen. So gibt es zum Beispiel das Arbeitszeitgesetz oder das Jugendarbeitsschutzgesetz. Auch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) und das SGB IX enthalten in großem Umfang arbeitsrechtliche Vorschriften. Außerdem gibt es noch Einzelbestimmungen in allgemeinen Gesetzen, wie zum Beispiel die Kündigungsfristen in § 622 BGB.

Stand: 30.9.2022

 

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