Die Illustration zeigt einen schnell laufenden Mann im Anzug mit Aktentasche.

Bestätigung für Weg Baden-Württembergs

Das vom KVJS miterarbeitete BAGüS-Positionspapier enthält Kurskorrekturen, Aktualisierungen und Forderungen zu den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Nun folgt die Diskussion mit den Partnern auf Bundesebene.

Auf welchen Wegen lässt sich das Ziel eines gelingenden Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen am besten erreichen? Mit dieser Fragestellung befasst sich die Arbeitsgemeinschaft Übergänge der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS). Herausgekommen ist ein Positionspapier mit acht Kernforderungen.

Kritik an Förderung

Der Auslöser, sich näher mit dem Thema Übergänge zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu beschäftigen, waren die BAGüS-Werkstattempfehlungen 2021. „Wir haben an dem Entwurf mit Hinweis auf die Strukturen und die Leistungsentwicklung in Baden-Württemberg zu einigen grundsätzlichen Aussagen zur Förderung von Übergängen zum allgemeinen Arbeitsmarkt deutlich Kritik geübt“, erklärte Berthold Deusch, stellvertretender Leiter des KVJS-Integrationsamts. Kritik, die nun in das BAGüS-Positionspapier eingeflossen ist, an dem der KVJS mitgewirkt hat.

Acht Forderungen

Die Fachexpertinnen und -experten der BAGüS haben wesentliche Handlungserfordernisse auf acht Feldern festgestellt und dazu folgende Forderungen formuliert:

  • Leistungsangebote der Eingliederungshilfe weiterentwickeln
  • Verbindliche Kooperationen regeln: Übergänge aus der Schule oder aus der Werkstatt gestalten
  • Budget für Arbeit weiterentwickeln
  • Zugänge vom allgemeinen ­Arbeitsmarkt vermeiden
  • Teilhabeplanverfahren ausbauen
  • Werkstatt-Monitoring einführen
  • Gesetzliche Grundlagen über­prüfen und gegebenenfalls ändern
  • Aufgaben der Träger der Eingliederungshilfe weiterentwickeln

Spitzenreiter

Baden-Württemberg ist seit langem bundesweit Spitzenreiter, was erfolgreiche Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt angeht. Daher konnte der Leiter des KVJS-Dezernats Soziales Frank Stahl konstatieren: „Die bisherigen Strukturen und Verabredungen in Baden-Württemberg werden mit dem Positionspapier nachdrücklich bestätigt.“

Das Positionspapier der BAGüS besteht aus einer Langfassung mit Erläuterungen und einer Kurzfassung mit zentralen Forderungen. Es bietet die Grundlage für eine Diskussion auf Bundesebene mit Partnern wie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen sowie mit der Politik.

Download

Die Lang- und die Kurzfassung des Positionspapiers finden Sie auf der Website der bagues.de direkt zum Download.

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