Gespräch am KVJS-Stand

Facetten­reiche Präsentation

Diesmal mussten Aussteller und Messebesucher wegen Corona drei statt zwei Jahre warten: Die 21. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) in der Messe Karlsruhe empfing Ende Juni rund 12.000 Besucherinnen und Besucher.

Drei Tage lang wurden neueste Hilfsmittel, Innovationen in ­Pflege, Orthopädie- und Rehatechnik auf insgesamt 35.000 Quadratmetern vorgestellt. Rund 350 Ausstellende aus 18 Ländern hatten sich in Karlsruhe eingefunden. Mittendrin: der KVJS mit seinem Stand, der die Vielfalt von Inklusion widerspiegelte. Die Fachmesse war eine lebendige Austauschplattform für Fachleute und Menschen mit Behinderung.

Für jede und jeden was dabei

„Jeder Besucher an unserem Stand hat sich mit seinem Thema wiedergefunden“, freuen sich Ulrich Römer und Christian Vedder vom KVJS-Ausstellungsteam. Kein Kunststück, hatte der KVJS doch sein vielfältiges Angebot rund um das Thema Inklusion aufgefahren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Inklusion in Arbeit. Die Fachberaterinnen und -berater und die Spezialisten des technischen Beratungsdienstes des KVJS-Integrationsamts konnten zahlreiche Fragen über die Fördermöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen im Berufsleben beantworten und eine Vielfalt an Unterstützungen aufzeigen.

Schlauer Klaus

Wie diese Unterstützung am Arbeitsplatz konkret aussehen kann, demonstrierte der „schlaue Klaus“, ein Assistenzsystem, das erstmals auf der REHAB zu sehen war. Das System verbindet Kameratechnik und intelligente industrielle Bildverarbeitung mit Datenbank-Management. Manuelle Fertigungsprozesse werden Schritt für Schritt digital gespeichert. Anhand dieser Daten führt der „schlaue Klaus“ die Mitarbeiter durch den Fertigungsprozess und überprüft gleichzeitig jeden einzelnen Arbeitsschritt.

Tiere besonders beliebt

Besonders umlagert war die Präsentation der KVJS-Fachschule Flehingen zu ihrem Angebot „Zusatzqualifikation tiergestützte Therapie“. Die beiden Therapiehunde und zwei Therapiehühner zogen besonders Auszubildende verschiedener heilpädagogischer Fachrichtungen an. Der Flehinger „Lehrgang Natur- und Erlebnisguide“ wurde mit einem rollstuhlgeeigneten Boot vorgestellt. Zum ersten Mal präsentierte sich auch die Koordinierungsstelle Quartiersakademie unter dem Stichwort „Leben im Quartier“ auf der Karlsruher Fachmesse. Ihr Thema: Wie kann man sich erfolgreich einbringen bei der Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen in der unmittelbaren Umgebung?  „Wir hatten bis zum Schluss viele Anfragen auf der Messe“, so Dr. Andrea Keller von der Quartiersakademie. 

Facettenreich

Auch die Kleinsten wurden nicht vergessen: Keltern, die inklusive Gemeinde im Enzkreis, stellt ihren integrative Waldkindergarten vor. Fachvorträge, der auch für Menschen mit körperlicher Einschränkung bezwingbare Kletterturm und der Foodtruck des Karlsruher Inklusionsunternehmens WorKa zeigten außerdem, wie facettenreich Inklusion sein kann.

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