Ein Schreibtisch mit Laptop, Tasse, Kugelschreiber, Zeitung und Brille.

Kurz notiert …

In den ZB-Kurzmeldungen lesen Sie die relevanten, aktuellen Themen zum Thema Inklusion und Teilhabe im Beruf.

Wissen, was im eigenen Bundesland gilt

Die BIH möchte ihr Angebot weiterentwickeln und den Leserinnen und Lesern künftig wichtige Informationen aus ihrer Region zur Verfügung stellen. Dazu werden bereits registrierte Nutzerinnen und Nutzer aufgefordert, in ihrem Profil die Postleitzahl ihres Arbeitgebers zu hinterlegen. Die föderale Struktur in Deutschland bringt es mit sich, dass die Mitglieder der BIH – die 17 Integrations-/Inklusionsämter und die Träger der Sozialen Entschädigung – teils staatlich und teils kommunal organisiert sind. Damit unterliegen sie bei ihrer Aufgabenerledigung dem Bundes- wie dem jeweiligen Landesrecht. Entsprechend sind auch nicht alle Angebote und Förderleistungen bundeseinheitlich, sondern variieren von Bundesland zu Bundesland.

Die BIH möchte es zukünftig allen Nutzerinnen und Nutzern der Website sowie auch den Leserinnen und Lesern des Digitalmagazins ermöglichen, ein für sie zugeschnittenes länderspezifisches Informationsangebot zu erhalten. Dazu müssen bereits registrierte User die Postleitzahl ihres Arbeitgebers eintragen. Über die Postleitzahl erfolgt dann die automatische Zuordnung zu dem Bundesland, in dem sich der Arbeitssitz befindet.

Tragen Sie doch gleich die Postleitzahl ein. klicken Sie hier, um Ihr Profil aufzurufen.

Zentrale Schlichtungsstelle häufiger kontaktiert

2023 gingen bei der Schlichtungsstelle BGG 267 Anträge von Menschen mit Behinderung zu mutmaßlichen Diskriminierungen durch Behörden oder öffentliche Einrichtungen des Bundes ein. Seit Gründung der Stelle 2017 hatte die Zahl der Anträge jährlich unter 200 gelegen. Sie betreffen Fälle zum Benachteiligungsverbot bis hin zur baulichen oder digitalen Barrierefreiheit. Ziel der Schlichtungsverfahren ist eine außergerichtliche Lösung. Sie ist für beide Seiten kostenfrei. Die Vorlagen für Anträge gibt es zum Herunterladen, online und auch in leichter Sprache.

Tagesschau-Nachrichten in Einfacher Sprache

Ab sofort strahlt die Tagesschau ihre Fernsehnachrichten in Einfacher Sprache aus. Das erste bundesweit tagesaktuelle Fernsehnachrichtenangebot dieser Art wird auf tagesschau24 ausgestrahlt und ist auch in der ARD-Mediathek sowie auf dem Youtube-Kanal des Senders verfügbar.

Das neue Angebot der Tagesschau wird von vielen Seiten sehr positiv wahrgenommen – nachlesbar zum Beispiel beim
Kölner Stadtanzeiger: Tagesschau: Viel Lob für erste Ausgabe in einfacher Sprache | Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de)

In vier Phasen zurück zum Arbeitsplatz

Wie können Beschäftigte nach psychischen Krisen erfolgreich wieder in ihren Arbeitsalltag eingegliedert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und entwickelte ein Modell in vier Phasen. Sie gliedern sich in folgende Schwerpunkte: Vorbereitende Gespräche, Festlegung von Maßnahmen, Beginn der Arbeitsaufnahme, Anpassung der Maßnahmen. Auf der BAuA-Website stehen die betreffenden Studien zum Download bereit. 

Portal REHADAT-Bildung

Das komplett überarbeitete Portal REHADAT-Bildung steht mit aktualisierten Inhalten und neuen Formaten in frischem Layout bereit – inklusive KI-generierter Bilder. Die Website informiert Schulabsolvent*innen, Berufseinsteiger*innen und Wiedereinsteiger*innen mit und ohne Förderbedarf sowie pädagogische Fachkräfte über den Einstieg in das Berufsleben.

Zielgruppe sind vor allem junge Menschen mit Beeinträchtigung, die sich zu ihrer beruflichen Zukunft orientieren wollen. Dazu erhalten sie Antworten auf Fragen wie: Welche Berufe gibt es? Welche besonderen Regelungen gelten für Menschen mit Behinderungen? Wer kann meine Fragen beantworten? Wie läuft eine Bewerbung ab? Wer kann mich während der Ausbildung unterstützen? Der direkte Link zum Portal: www.rehadat-bildung.de

Regionalpartnerschaft übernehmen

Wissenswerte Informationen und Adressen rund ums Thema Behinderung bietet der Online-Familienratgeber der Aktion Mensch. Hilfreich ist die Unterteilung in die beiden Schwerpunkte Rechte und Leistungen sowie Lebensbereiche. Darunter fallen unter anderem die Themen Ausbildung und Arbeit, Mobilität und Freizeit sowie Selbstbestimmt Leben. Über 120 Regionalpartnerinnen und -partner unterstützen deutschlandweit die Angebote vor Ort. Wer dabei mitmachen möchte, kann sich online bewerben. Alle weiteren Infos zum Familienratgeber gibt es unter Familienratgeber: Familienratgeber

Erste gehörlose Bundestagsabgeordnete

Ende März 2024 zog Heike Heubach als erste gehörlose Abgeordnete in den Bundestag ein. Die 44-jährige SPD-Politikerin aus dem Landkreis Augsburg schreibt damit Geschichte. Die Regierungsparteien bringt sie ihrer im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserung der Behindertenpolitik einen Schritt näher. Für die weitgehend barrierefrei Wahrnehmung ihres Mandats wird Heike Heubach durch einen Gebärdensprachdolmetscherdienst unterstützt – eine gute Nachricht für alle gehörlosen Menschen, denn bisher wurde nur ein Teil der Debatten in Gebärdensprache übertragen.

Stellenangebote bei Inklusionsfirmen

Menschen mit und ohne Behinderung können online auf der Jobbörse der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen e. V. (bag if) nach aktuellen Stellenangeboten bei Inklusionsfirmen in ganz Deutschland, aber auch international suchen. Das Netzwerk der bag if vertritt etwa 1.000 Inklusionsfirmen und 30.000 Beschäftigte. Das umfangreiche Angebot reicht von Ausbildungsplätzen über studentische Aushilfstätigkeiten bis zu Festanstellungen. Die Suche lässt sich nach Aktualität oder Bundesländern, in Listenform oder über eine Landkarte verfeinern.

Umfrage im Rahmen der Studie JobcoachingAP für Niedersachsen

Im Rahmen der Studie „JobcoachingAP für Niedersachsen-Ergebnis und Nachhaltigkeit“ (JoNi) der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen können alle Erwerbstätigen an einer aktuellen Umfrage zur Validierung des Fragebogens zur betrieblichen Integration (FBI) teilnehmen.

Die Ergebnisse der Studie „JobcoachingAP für Niedersachsen-Ergebnis und Nachhaltigkeit“ (JoNi) liefern einen Beitrag zur Verwirklichung von Inklusion in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Die Teilnahme ist anonym und nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch.

Zur Umfrage

Rehabilitation und Teilhabe – aktuelle Forschungsprojekte

Welche Akteure forschen zu Projekten rund um Reha und Teilhabe? Wo liegen ihre Schwerpunkte, und in welchen Einrichtungen arbeiten sie? Darüber informieren REHADAT, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und die Deutsche Rentenversicherung Bund einmal im Jahr. Die Übersicht enthält unter anderem Steckbriefe mit Kontaktdaten und Infos zur ICF-Klassifikation. Die Ausgabe der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteure und Themen in Deutschland 2024“ gibt es hier zum Herunterladen.

BEM bei psychischer Beeinträchtigung

Die Plattform BEMpsy.de bietet umfangreiche Informationen zu psychischen Beeinträchtigungen und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) – verständlich aufbereitet und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Betroffene oder BEM-Berechtigte können sich über das BEM allgemein sowie speziell zu Beeinträchtigungen und Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Führungskräfte und Personalverantwortliche erhalten Hinweise zur Unterstützung ihrer Mitarbeitenden. Für alle Personengruppen werden entsprechende Anlaufstellen genannt.

Sportvereine finden

Eine Übersicht von Sportvereinen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung hat der Deutsche Behindertensportverband e. V. auf seiner Website zusammengetragen. Interessierte können nach Sportart, Leistungsgrad, Zielgruppe, Postleitzahl und Angebotsart filtern. Vertreten sind para- ebenso wie nicht-paralympische Sportarten vom Triathlon über Eishockey oder Rollstuhltennis bis zum Schwimmen, Blindenfußball oder Sportschießen. Darüber hinaus haben Sportvereine selbst die Möglichkeit, ihr Angebot einzutragen.

Berufsausbildung für Menschen mit Behinderung

Welche Möglichkeiten gibt es für Menschen mit Behinderung, die eine Berufsausbildung beginnen möchten? Egal ob Berufsstarter oder zweiter Bildungsweg: Auf der Website der Bundesvereinigung Lebenshilfe finden alle, die auf der Suche sind, wissenswerte und weiterführende Informationen. Darunter zum Beispiel Erläuterungen von Fachbegriffen sowie Adressen zu Kontaktstellen und Hilfe bei der Bewerbung. Und wer stets über Neuerungen auf dem Laufenden sein will, kann kostenfreie Newsletter zu unterschiedlichen Themen abonnieren – auch in leichter Sprache.