Ein Lotse hinter dem der Schriftzug EAA zu sehen ist

Stellt Euch nicht so an, stellt uns an!

KVJS startet crossmediale Infokampagne mit Kinospot

Ein Kinospot bildet den Auftakt zu einer Kampagne, mit der das Inklusions- und Integrationsamt des KVJS für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen werben will. Seit dem 19. März ist er landesweit in zahlreichen Kinos zu sehen.

Es treten auf: Orga-Talente, Teamplayer, Technik-Nerds und Taktgeber, die ihre Fähigkeiten bereits bei der Organisation des Familienlebens, als Teil einer Blinden-Fußballmannschaft oder als Schlagzeuger und Tänzer unter Beweis stellen – Talente, die Arbeitgeber gut gebrauchen könnten, aber …

Die Rede ist von dem brandneuen Kinospot, mit dem das Inklusions- und Integrationsamt des KVJS landesweit für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung wirbt. Unter dem Motto: „Stellt Euch nicht so an, stellt uns an!“ zeigen sie, was sie so alles anstellen können – wenn man sie lässt. Der Spot wird bis voraussichtlich Anfang Mai zu sehen sein – sicher auch in Ihrem Lieblingskino.

 

Neue Internetseite bündelt Infos

 

Wer nicht bis zum nächsten Kinobesuch warten will, kann den KVJS-Spot auch auf einer eigens für die Kampagne erstellten Landingpage online ansehen. Unter der Adresse www.inklusion.kvjs.de gibt es aber noch mehr: Knapp und übersichtlich werden die Fördermöglichkeiten für inklusive Beschäftigung präsentiert. Da bleibt keine Frage offen.

Wie inklusive Beschäftigung konkret aussehen kann, stellt ein vierminütiger Kurzfilm vor. Hierbei sind wir zu Gast beim Standort Wiesloch von Netze BW, dem größten Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg. Er beschäftigt einen qualifizierten Mitarbeiter mit Autismus als Lagerist. Wie das funktioniert und welche Unterstützung es für das inklusive Arbeitsverhältnis gegeben hat und auch weiterhin geben wird, zeigt dieses Erfolgsbeispiel. Im Laufe des Jahres werden auf der Kampagnenseite weitere Praxisbeispiele vorgestellt.

 

Werbung auf vielen Kanälen

 

Der KVJS hat mit den Inklusions- und Integrationsfachdiensten (IFD) und den Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) auch die in seinem Auftrag arbeitenden Fachdienste in die Info-Kampagne eingebunden. Für sie und für interessierte Mitglieder des KVJS stehen Plakate und Postkarten mit fünf unterschiedlichen Motiven zur Verfügung, die Arbeitgeber direkt adressieren: „Sie wünschen sich mehr Inklusion in Ihrem Unternehmen? Jetzt beraten lassen!“ Mit einem Scan des aufgedruckten QR-Codes landet man ebenfallsauf der Landingpage www.inklusion.kvjs.de.

Flankiert wird die Informationskampagne durch gezielte Social-Media-Anzeigen auf LinkedIn. Das Karrierenetzwerk ermöglicht den direkten Dialog mit Arbeitgebern und Personalentscheidern. So erreicht die Botschaft genau jene Zielgruppe, die in Unternehmen maßgeblich die Weichen für die Zukunft stellt. Auch wird die Kampagne auf YouTube und Google beworben.

Monika Kleusch

Warum diese Kampagne?

Androniki Petsos, die Leiterin des KVJS-Inklusions- und Integrationsamts über die Beweggründe für die Kampagne:

„Vorurteile, Unsicherheiten und fehlende Sichtbarkeit sind trotz Arbeitskräftemangel große Hürden für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber mit Schwerbehinderung. Wir möchten die Vorteile und Fördermöglichkeiten von inklusiven Arbeitsverhältnissen in den Vordergrund rücken, gerade bei Arbeitgebern, die bisher wenig Berührungspunkte mit dem Thema Inklusion hatten.“

Plakat Wir sind Denker.

Poster: Wir sind Denker. (Foto: Josua Graf)

Plakat Wir sind Gastgeber

Poster: Wir sind Gastgeber. (Foto: Josua Graf)

Plakat Wir sind Nerds

Poster: Wir sind Nerds. (Foto: Josua Graf)

Plakat Wir sind Orgatalente.

 Poster: Wir sind Orgatalente. (Foto: Josua Graf)

Plakat Wir sind Macher.

Poster: Wir sind Macher. (Foto: Josua Graf)

Poster: Wir sind Denker. (Foto: Josua Graf)

Poster: Wir sind Gastgeber. (Foto: Josua Graf)

Poster: Wir sind Nerds. (Foto: Josua Graf)

 Poster: Wir sind Orgatalente. (Foto: Josua Graf)

Poster: Wir sind Macher. (Foto: Josua Graf)

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Schlagworte:
Arbeitsplatz , EAA

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