Nahaufnahme von zwei Händen, die auf der Tastatur eines Laptops tippen. Auf den Tasten sind als Hologramm verschiedene Diagramme abgebildet.

Geschäftsbericht: Arbeitsmarkt im Wandel

Die Baby-Boomer gehen in Rente: Fast die Hälfte der schwerbehinderten Beschäftigten sind derzeit zwischen 55 und 65 Jahre alt. Ausgebaut wurde der Beratungsservice für Arbeitgeber.

Der demographische Wandel wird auch in der sinkenden Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung sichtbar. Allerdings spielte ein weiterer Effekt eine Rolle: Die Zahl der Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stieg prozentual stärker als die Zahl schwerbehinderter Menschen.

Aus der Gruppe der wesentlich behinderten Menschen fanden mit Unterstützung des Förderprogramms „Arbeit inklusiv“ 277 Personen eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Vermittlungen stieg damit nach dem pandemiebedingten Einbruch von 229 im Jahr 2020 nun wieder das dritte Jahr in Folge. Seit dem Start des Programms 2005 wurden bis Ende 2023 insgesamt 6.143 Arbeitsverhältnisse erzielt.

Wirksames Förderprogramm

Die Wirksamkeit des Programms untersuchte ein Forschungsprojekt des KVJS, dessen Ergebnisse im April 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Studie ergab, dass rund 60 Prozent der Vermittlungen in kleinen und mittleren Betrieben mit bis zu 250 Arbeitsplätzen stattfanden. Ungewöhnlich für Baden-Württemberg, wo knapp 50 Prozent der beruflich Aktiven in größeren Unternehmen arbeiten. Von den befragten Arbeitgebern wollen 79 Prozent mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen. Ein Pluspunkt ist für sie die gute Unterstützung durch die Integrationsfachdienste (IFD). Mehr zur Studie finden Sie unter diesem Link

EAA erfolgreich etabliert

Um Arbeitgeber verstärkt über die Chancen bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu informieren, wurden 2022 die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber, kurz EAA, eingeführt. Sie sind bei den baden-württembergischen Integrationsfachdiensten angesiedelt und bieten alle Informationen zu Behinderung und Arbeit gebündelt bei einem Ansprechpartner. Im Jahr 2023 schritt mit Hilfe der EAA der Ausbau der Netzwerke zur beruflichen Teilhabe und Optimierung der Koordination weiter voran.

Die Einnahmen und wesentlichen Ausgaben des KVJS-Integrationsamts für das Jahr 2023 finden Sie in der Graphik.

Text: Monika Kleusch

 

Alle Zahlen, Daten, Fakten im Geschäftsbericht

Eine ausführliche Darstellung der aktuellen Entwicklungen in der Arbeit des KVJS-Integrationsamts finden Sie im Geschäftsbericht 2023/24. Zahlen – Daten – Fakten zur Arbeit des Inklusions- und Integrationsamts.
Das gedruckte Heft können Sie bestellen unter integrationsamt@kvjs.de oder telefonisch unter 0721 8107 942

Inhaltsübersicht

Das könnte Sie auch interessieren


Frau Mit VR-Brille
Schwerpunkt

„KI kann Barrieren überwinden“

Vom Rollstuhl, der Treppen steigt, bis zur Live-Transkription von Sprache: Künstliche Intelligenz kann die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben fördern. Das Projekt „KI-Kompass Inklusiv“ informiert zielgruppengerecht über die Möglichkeiten und unterstützt beim Einstieg.

Illustration einer Fortbildung; an einem Whiteboard steht eine Frau; davor sitzen Männer und Frauen auf Stühlen.
ZB Regional

Wissen ist Macht!

Fachkompetenz, Umgang mit besonderen Mitarbeitern, Suchterkrankungen – das und noch mehr können Sie bei unseren neuen Kursen lernen. Aktueller Fortbildungsschwerpunkt sind Veranstaltungen zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung. Jetzt Plätze für Ihre Favoriten sichern!

Schwerpunkt

„Wir wollen Teilhabe im Betrieb konkret möglich machen“

Viele Fragen und Themen werden bei der BIH länderübergreifend bearbeitet. Doch warum ist die gemeinsame Verständigung in einem Ausschuss so wichtig? Wir sprachen mit Frank Schrapper, dem Vorsitzenden des BIH-Arbeitsausschusses TBD.