Inklusion

Das weltweit anerkannte Menschenrecht auf Arbeit kann nur dann für alle Menschen gleichermaßen verwirklicht werden, wenn Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld inklusiv und auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind.

Grad der Behinderung nicht ausschlaggebend
Eine anerkannte Behinderung und der Grad der Behinderung sagen zunächst nichts über die Leistungsfähigkeit eines Menschen in Bezug auf sein Arbeitsverhältnis aus. Im Verfahren zur Feststellung eines Grades der Behinderung wird betrachtet, inwieweit der Körper- und Gesundheitszustand des Menschen von einem alterstypischen Gesundheitszustand abweicht. Die beruflichen Gegebenheiten sind nur ein Faktor, der hier betrachtet wird. Daher ist es ohne weiteres möglich, dass ein Mensch mit einem Grad der Behinderung von 100 an seinem bei Bedarf behinderungsgerecht eingerichteten Arbeitsplatz die arbeitsvertraglich geforderte Arbeitsleistung voll erbringen bringen.

Ansprüche an die Gestaltung des Arbeitsplatzes
Ob und wie ein Arbeitsplatz tatsächlich umgestaltet werden muss, hängt ab von der Art des Arbeitsplatzes und der jeweiligen Behinderung. In vielen Fällen ist eine bauliche Umgestaltung des Arbeitsplatzes nicht erforderlich – etwa bei Behinderungen, die auf chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma beruhen. Hier geht es bei der Inklusion eher um angepasste Arbeitsbedingungen.