Technischer Beratungsdienst

Der Technische Beratungsdienst berät Arbeitgeber, Menschen mit Schwerbehinderung und das betriebliche Integrationsteam in technischen, organisatorischen und ergonomischen Fragen der Beschäftigung. Er erarbeitet konkrete Lösungsvorschläge zur behinderungsgerechten Gestaltung der Arbeit.

Der Technische Beratungsdienst ist ein Fachdienst der Integrationsämter. Er berät Arbeitgeber, Menschen mit Schwerbehinderung und das betriebliche Integrationsteam sowie andere mit der Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsleben befasste Personen in technischen, organisatorischen und ergonomischen Fragen der Beschäftigung. Er unterstützt sie durch die Erarbeitung von konkreten Lösungsvorschlägen zur behinderungsgerechten Gestaltung der Arbeit unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit. Weiterhin verfasst er im Auftrag der Verwaltung fachtechnische Stellungnahmen im Rahmen von Antragsverfahren der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben.

Aufgaben des Technischen Beratungsdienstes

  • behinderungsgerechte Arbeitsplätze in Betrieben und Dienststellen zu ermitteln,
  • Arbeitsplätze und Arbeitsumfeld durch Vorschläge zu technischen, organisatorischen und ergonomischen Maßnahmen (wie Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder Einsatz technischer Arbeitshilfen) an die Bedürfnisse des Mitarbeiters mit Schwerbehinderung anzupassen,
  • bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung mitzuwirken, die eingestellt oder die innerbetrieblich umgesetzt werden,
  • Menschen mit Schwerbehinderung bei der behinderungsgerechten baulichen Gestaltung ihrer Wohnungen (Wohnungshilfen) und der behinderungsgerechten Ausstattung ihrer Kraftfahrzeuge (Kraftfahrzeughilfe) zu unterstützen sowie
  • Seminare und Bildungsangebote für Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte, Inklusionsbeauftragte und andere mit der Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsleben in den Betrieben und Dienststellen befasste Mitarbeiter durchzuführen (Seminare und Öffentlichkeitsarbeit).

Im Kündigungsschutz nimmt er fachtechnisch-gutachterlich zu Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten Stellung, soweit dabei Fragen der Ergonomie, der Barrierefreiheit, der Arbeitsplatzeignung, ‑gestaltung und ‑schaffung, der beruflichen Qualifikationsanforderungen alternativer Arbeitsplätze (Umsetzung) und so weiter zu klären und entsprechende Vorschläge für Maßnahmen zu erarbeiten sind.

Weitere Aufgaben sind unter anderem die fachtechnische Beratung bei der Ausstattung und Modernisierung von Inklusionsbetrieben und Einrichtungen der Arbeits- und Berufsförderung für Menschen mit Behinderung, wie zum Beispiel Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM).

Erforderliche Kenntnisse und Kooperation

Die weit gefächerte Tätigkeit des Technischen Beratungsdienstes erfordert neben ingenieurspezifischem Wissen Kenntnisse der Ergonomie und des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, ferner Kenntnisse der Betriebswirtschaft. Er arbeitet eng mit dem betrieblichen Integrationsteam, den Fachkräften für Arbeitssicherheit, den Betriebsärzten und den Sicherheitsbeauftragten in den Betrieben und Dienststellen zusammen.

Stand: 30.9.2022

 

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